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Wir schaffen das!“ Ja, das sagte Angela Merkel. Manche sprechen allerdings davon, die Zukunft Deutschlands damit zu gefährden – gar von Hochverat. „Wir schaffen das!“ bezieht allerdings auch die hier lebenden Nicht-Deutschen oder auch „Deutsche mit Migrationshintergrund“ ein. An dieser Stelle nur ein Beispiel vom heutigen Tage.

Ich bin Verkäufer. Ich stelle mich bei Unternehmen dabei auch mal persönlich vor Ort unangemeldet vor. Manche sagen abwertend Klinkenputzen, doch kommt es immer positiv an. Ich stelle mich ja vor, kaufen kann man ja nichts direkt. Und so stand ich heute bei einem jungen Syrer, der für eine GmbH (ja, das ist eine deutsche Firma) verantwortlich ist.

Produziert hat man bis zum Ausbruch des Krieges in Syrien. Man wäre beinahe Pleite gegangen. Man konnte sich aber retten. Man habe nun viel umstrukturieren müssen und neue Lieferanten gesucht. Steuern, Arbeitsplätze und Konsumausgaben hier in Deutschland. Sicherlich eher unbedeutend im großen Ganzen – doch das speist sich bekanntlich aus vielem Kleinen.

Doch noch wichtiger empfand ich, als wir damit auf das omnipräsente Thema Flüchtlinge und Syren kamen, sein Engagement.

„Ich gebe mehrmals die Woche nach Feierabend Deutschunterricht. Hilft mir aber noch mehr hilft es den Flüchtlingen. Und ich kann die Sprache.“

So geht es. So kann man es tatsächlich schaffen. Ich gehe hier bewusst nicht auf Kriminelle ein. Die wollen wir alle nicht. Weder ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer, noch Flüchtlinge selber.

Dieses Beispiel soll dazu dienen die Augen auf das Wesentliche zu lenken: Die Menschen, die wichtig sind. Auf die Menschen, die Aufmerksamkeit und Hilfe verdient haben.

Wir stehen alle vor dieser gewaltigen Herausforderung. Und gerade, so kurz vor den Karnevalstagen, kann das ja auch Spaß bringen. Der Karneval, der seinen Ursprung übrigens mit im Orient hat, bringt den schönen Vorteil mit: Alle sind gleich. Man verkleidet sich, weil es egal ist wer man ist, wo man herkommt und wieviel man verdient.

In diesem Sinne: Schöne jecke Tage, bleibt Gesund und dreimol oche Oche Alaaf!

Liebe Jecken, morgen geht es los: Fünfte Jahreszeit! Bleibt anständig zueinander und beherzigt diesen wichtigen Hinweis für den respektvollen Umgang mit- und untereinander.

Posted by derFriedri.ch on Dienstag, 2. Februar 2016

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