Hat eigentlich einmal jemand ausgerechnet, wie hoch der wirtschaftliche Schaden durch die Bürokratie ist?

Seit 2021 gehöre ich dem Regionalrat Köln an. Als ehrenamtliches Mitglied vertrete ich dort Volt Deutschland. Ich erhalte eine monatliche Aufwandspauschale sowie Sitzungsgelder. Da ich Fraktionsvorsitzender bin, gibt es mehr. Ich bekomme daher jährlich mehr Gelder, als der Freibetrag abdeckt. Ich muss daher diese Gelder versteuern. Das ist korrekt und will ich nicht diskutieren.

Allerdings: jedes Jahr habe ich nun Extrarunden mit dem Finanzamt. Dort ist es wohl ein Aufwand und Sonderfall, wenn jemand kommunal- bzw. regionalpolitisch ein Ehrenamt bekleidet. Die Gelder, die den Freibetrag übersteigen, müssen als Einkommen aus selbstständiger Arbeit angegeben werden (WTF). Das ist eine Krücke und sorgt für „spaßige“ Bescheide

📄 Steuerjahr 2021: Das Finanzamt fordert eine Gewerbeanmeldung für die Fraktion DIE LINKE. / Volt | Regionalrat Köln 🤣

📄 Steuerjahr 2022: Das Finanzamt fordert die Gewinn- und Verlustrechnung zur selbständigen Tätigkeit „Fraktionsvorsitzender im Regionalrat“ an. 🤣 🤣

📄 Steuerjahr 2023: 🍿

Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass bei den täglichen Prüfungen hier sicherlich nicht genau auf die Tätigkeit als solche geschaut wird.

Was ich nicht nachvollziehen kann: in über 11.000 (!) Gemeinden in Deutschland wird ehrenamtlich Politik gelebt. Seit Jahrzehnten. Wieso gibt es hier in der Steuererklärung nicht ein Feld?

Es ist doch peinlich, dass im Jahr 2023 weder ein Feld dafür existiert, noch das ein Finanzamt nicht zwei von zwei Steuererklärungen, bei denen der erläuternde Anhang dabei war, korrekt bearbeiten kann.

Von den nicht berücksichtigen Kinderbetreuungskosten fange ich jetzt hier nicht erst an…

Wir mit Volt wollen jedenfalls hier weniger Bürokratie und pragmatische Steuerpolitik.

Wie erlebt ihr die Steuererklärung jedes Jahr?


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