SKYbar in HessenAm Samstag hatte ich echt Mitleid mit dem neuen Trainer der Alemannia. Friedhelm Funkel sah leidenschaftslose 90 Minuten Fußball seines neuen Teams. Dabei machte der nicht wirklich stärkere Gastgeber aus Berlin nur eine Sache besser als die Alemannia: Gewinnen wollen.

Ich hatte lange nach einer Kneipe suchen müssen um das Spiel überhaupt schauen zu können. Ich war in Hessen unterwegs und hatte vorab über sky.de nach Sportsbars gesucht. Da gibt’s auch rund um Bad Homburg einige, aber keine macht vor 14 Uhr auf… Samstags 13 Uhr verkauft sich halt auch in der Gastronomie nicht gut. Immerhin fand sich dann doch noch das Gasthaus „Zur Krone“. Mangels Interesse war es auch möglich das Spiel der Alemannia zu zeigen.

Und richtig bitter wird es, wenn man dann irgendwo in Hessen in einer SKY-Bar sitzt und bei suboptimalem Bier – DEGRAA wäre mir lieber gewesen – seine Mannschaft so verlieren sieht. Die freundliche Dame am Nebentisch war sichtlich amüsiert und auch Ihrem Fazit konnte man, bei allem Sarkasmus den sie in den Spruch legte, auch nicht widersprechen: „Aah gugge mal da! Der Fungell mit Aaachen. Issa auch wiedda am verliere gell!“

Nach einem Trainerwechsel kommt in der Regel eine Trotzreaktion. Entweder eine positive Reaktion oder eben eine schlechte. Seit der Beurlaubung von Peter Hyballa und Eric van der Luer gab es seitens der Mannschaft eigentlich keine bösen Worte oder ein Nachtreten. Dies kam eher von oben.
Allerdings hat nun jeder Spieler eine neue Chance unter einem erfahrenen und besonnenen Friedhelm Funkel. Mit ihm sind Hoffnung und Zuversicht zurückgekehrt. Aber eben nur bis zu diesem Samstag um 13 Uhr.

Das war ein richtiger Rückschritt nach der kämpferisch und fußballerisch guten Leistung gegen Greuther Fürth am Vorwochenende. Immerhin hatte man bei diesem Null-zu-Null einige gute Aktionen in der Offensive. Die Alemannia spiele lust- und ideenlos. Ohne Plan und Konzept gelang in der Offensive keine vernünftige Aktion. Einzig ein Solo Stiepermanns, eingeleitet durch einen Abschlag von Boy Watermann, sorgte in der ersten Halbzeit für Gefahr. Die zweite nennenswerte Chance hatte der eingewechselte Benny Auer kurz vor Schluss, als er nach einer Hereingabe von Uludag den Ball und folglich das leere Tor nicht traf.

Die Wechsel konnte ich auch nicht so ganz nachvollziehen aber vor allem nicht, warum es nur deren zwei waren. Es bleiben irgendwie noch ein paar Fragezeichen auf der Stirn und ohne den ersten Dreier der Saison wächst einfach die Angst eines Abstieges. Von heute auf morgen kann und wird sich selten etwas ändern und Funkel ist auch nur ein Mensch, das ist mir klar, aber auf dem Platz wird das Spiel entschieden und da sehe ich derzeit wenig Grund zur Hoffnung! Wo gegen Fürth noch Alemannia im Trikot steckte, waren es am Samstag Puppen ohne Seele. Das war Alibifußball – mehr nicht.


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