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Es waren eigentlich nur 7 Minuten, die gestern zur Niederlage der Alemannia führten. 7 Minuten in denen der Gast aus Aue aber so viele Geschenke bekam, wie sonst wohl niemand auf dem Tivoli. Oder doch? Fakt: Zu Null haben wir auf dem Tivoli schon eine Ewigkeit nicht mehr gewonnen aber dann schon wieder fünf Tore bekommen?

Die Art und Weise dieser Niederlage war bezeichnend. Im Grunde spielt diese junge Mannschaft eine tolle Saison und hat, dank der großartigen Leistungen im Pokal, auch den Verein vor dem Gang zum Insolvenzverwalter bewahrt. Doch seit Beginn des Jahres herrscht Stagnation im Team. Hohs erlaubt sich nun ähnliche dicke Fehler pro Spiel wie zuvor nur die Abwehr. Hinten sind wir einfach Pfui und das Trainerduo Hyballa/van der Luer bekommt es einfach nicht in den Griff.

Negativer Höhepunkt dieser Entwicklung waren die beiden unnötigen Tore in Duisburg vergangene Woche und die gestrige Trachtprügel gegen Erzgebirge Aue. Die Alemannia zeigte zwei doch recht ansehnliche Partien, in denen man am Drücker war, aber in dem Moment, wo man eigentlich den Sack zumachen muss, den Sieg verschenkte.

Im Forum und Blogs sind die Kritiker natürlich schnell bei der Stelle und auch ich kann auf das gestrige Spiel kein Loblied singen. Bei den rekordverdächtigen knapp 14.000 Zuschauern sorgte dieser absolute Konzentrationsmangel für Schaum vor dem Mund. Und ich kann es keinem verübeln! Wer ist schon bereit für eine wiederkehrende partielle Arbeitsverweigerung viel Geld zu bezahlen?

Hauptsächlich die Herren Hohs, Junglas und Feisthammel haben in den vergangenen Wochen Lehrgeld gezahlt und viele Fehler gemacht. Wieso bringt man nicht Erfahrung und Ruhe wenn sie von Nöten ist? Wieso nicht mal Zdebel bringen? Schlechter als Junglas und Feisthammel geht es gerade kaum.

Wer so ein Spiel ohne eine Gelbe Karte beendet und sich vier Tore in 7 Minuten einschenken lässt, muss sich nicht wundern, wenn die Zuschauer ihre Investitionsbereitschaft in eine neue Dauerkarte überdenken.Alles in Allem wäre es gar nicht so dramatisch, wenn da nicht die berühmte Art und Weise wäre.

Die Fragen auf dem Heimweg der Passanten gestern »Und? Wie hat die Alemannia gespielt?« taten richtig weh und es gibt nichts schlimmeres als einen “Walk-of-Shame” nach solch einer Heimniederlage.


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