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Schluss, aus und vorbei ist sie, die Saison 2010/2011.  Mit einem 1:1 geht es in die Sommerpause. Bereits am 15. Juli – also in 60 Tagen – geht es wieder los. Ein kurzer Rückblick sowie ein kleiner Vorblick auf die kommende schwarz-gelbe Spielzeit.

Das 1:1 gegen die Bielefelder Arminia, die bereits vor dem Spiel als Absteiger und Tabellenletzter feststand, zeigte die Alemannia ein Spiegelbild der abgelaufenen Saison. Eine Stieber-Flanke konnte Benny Auer zur Führung verwerten und die Offensive erspielte sich tolle Torchancen – nutze aber lange nicht alle. Die Effektivität vor dem Tor war allerdings diese Saison, trotz der vielen ausgelassenen Torchancen, eines Aufsteigers würdig. So belegt die Alemannia mit 58 geschossenen Toren einen geteilten dritten Platz mit dem FC Augsburg – nur Cottbus (58) und die Hertha (69) sind besser. Hätten wir mal hinten keine 60 Buden kassiert (Platz 15!)….

So wurde der ein oder andere bessere Tabellenplatz verspielt. Pro verbessertem Tabellenplatz hätte ein Plus von ca. 250.000 € (laut Aachener Zeitung) aus TV-Geldern gewunken. Leider wurden auch echte Big-Point-Spiele “versemmelt”. Aber wie sagte unser Trainer Peter Hyballa nach dem Pokal-Achtelfinale gegen die Bayern so schön: “Hätte, wenn und aber – alles Rhabarber!

Genau! Richtig! Denn – so ärgerlich die soeben aufgezählten Punkte auch sein mögen – es war eine verdammt erfolgreiche Saison! Wurde nicht von vielen vom sicheren Abstieg gesprochen? Von einem unerfahrenen Trainer? Von unerfahrenen Spielern? Von Chancenlosigkeit?

Ich glaube die Spieler und allen voran Peter Hyballa wissen, dass es noch viel zu tun und zu lernen gibt. Aber haben nicht gerade er und seine “jungen Wilden” der Alemannia (und somit uns allen Alemanniafans) den Arsch gerettet? Zwei grandiose Spiele ließen die kaufmännische Abteilung wohl seit sehr langer Zeit mal wieder etwas ruhiger schlafen.

Aufgrund der städtischen Bürgschaft durfte Erik Meijers Zwiebelportemonnaie keinen Cent für Transferausgaben hergeben. Und doch gelangen tolle Verpflichtungen:

Tobias Feisthammel -noch nicht ganz der Sicherste aber da sind gestandene Spieler noch schlechter aufgefallen

Vom HSV für ein Jahr ausgeliehen kehrt Tolgay Ali Arslan nun zurück an die Elbe. Das technisch ausgezeichnete Kerlchen ist leider noch zu Ballverliebt – aber mit Traumtorfaktor!

Über Zoltan Stieber braucht man eigentlich gar nix schreiben. Leider nur ein Jahr und schon den verdienten Sprung in die Bundesliga geschafft. Mit 10 Toren und 12 Assists der viertbeste Scorer der Liga. Mit Benny Auer (drittbester Scorer) ein absolutes Traumpaar im Sturm

Shervin Radjabali-Fardi kam erst zur Winterpause und wurde schnell zum Stammspieler. Der gefällt mir richtig gut und glücklicherweise haben wir ihn noch ein Jahr von Hertha BSC Berlin ausgeliehen

Mein Favorit vor der Saison – Jushvel “Günther” Tsoumou – wollte leider nicht so recht einschlagen. Mal sehen was nächste Saison von ihm kommt. Wird Radu den Abgang Stiebers nutzen? Oder wird der vom Meister ausgeliehene Stiepermann – der ohne Frage auch Defensivqualitäten besitzt – neben einem anderen “Borussen” stürmen?

Auch Aimen Demai, der seinen Vertrag ja lieber aussitzen will, wenn nichts ansprechendes kommt, wird mit Jonas Strifler (kommt eigentlich auch seine Mom mit nach Aachen ?!) und Kim Falkenberg zwei harte Bewerber für die Schwachstelle “Rechter Verteidiger” bekommen. Und auf diesen Wettbewerb freue ich mich ganz besonders – bis jetzt konnte seit Williiiiiiiiii keiner mehr überzeugen 😉

Ich freue mich auf die nächste Saison. Auch wenn ich die ersten Spieltage aus verschiedenen Gründen (Arbeit, Urlaub,…) wahrscheinlich verpassen werde, so hoffe ich, dass trotz Ferien und kurzer Sommerpasue viele Fans und Zuschauer den Weg zum Tivoli antreten werden. Die Truppe hat uns schon begeistert und wieso sollte sie es nicht weiterhin tun?!


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