Bübbes  Kehr Alemania Aachen

Bild: Alemannia-Aachen.de

Es war so ein typisches Spiel der Alemannia am Freitagabend. Zum ersten Mal in der Saison kondensierte der Atem in der Luft. Auf dem Tivoli gab es Glühwein. Dazu ein Pokalspiel, das den Namen Pokalspiel verdient: 2-1 gegen den FC Hennef 05 im Mittelrhein-Pokal. Kein gutes Spiel – aber davon spricht man eh nicht mehr.

Man wird davon sprechen, dass es Marcus Hoffmann war, der wenige Minuten vor Ende der 90 kalten Minuten, den Ball in das Tor vor der leeren Nordtribüne brachte. Wie? Egal.  Alemannia ist im Viertelfinale.

Doch die Meldung des Tages war eine traurige: „Bübbes“ Kehr, Mittelstürmer der Alemannia aus den 80ern, verstarb nach schwerer Krankheit. Ich gebe zu: Ich kenne seine Heldentaten nur aus den Erzählungen. Doch wer von ihm berichtete, der tat dies mit einem Glänzen in den Augen. Bübbes, ein Kämpfer und Arbeiter. So ein Malocher den man gerne auf dem Platz sieht.

Die Alemannia hatte eine Schweigeminute zugestanden bekommen. Als stünde das Weihnachtssingen kurz bevor, tauchte der Tivoli in eine andächtige Stille. Robert Moonen berichtete über die 54 Tore in 135 Spielen.

Und doch zeigte sich, dass der Stimmungsblock mit diesem gewissen Bübbes Kehr nicht viel anzufangen wusste. Wurden nach einer Schweigeminute meist der Held vergangener Zeit lautstark besungen, so ist auch dieser Brauch Geschichte.

Vielleicht sollten wir uns überlegen, wie wir die Helden aus vergangenen Tagen auch den jungen Fans erhalten.

Bübbes, ich hätte ihn gerne damals miterlebt.

Alemannia Aachen: Alemannia trauert um „Bübbes“ Kehr

Aachener Zeitung: Alemannia-Legende „Bübbes“ Kehr ist tot


1 Kommentar

Marcel Kehr · 25. November 2014 um 15:23

Hallo,

wir sind erstaunt und froh das Bübbes noch so viel Anteilnahme und schöne Worte mit auf den Weg bekommen hat.

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