Das Aachen-ASEAG-Handyticket

ASEAG AVV Handyticket

Seit dem Wochenende kann nun auch der Öcher bequem seine Bahn- und Busfahrten im AVV-Gebiet mit dem Handy bezahlen. Ich habe mich angemeldet, 5€ Ticketguthaben abgestaubt und das Verfahren mal mit dem iPhone (hier gibt es eine extra App zu) getestet.

Aufmerksam wurde ich auf das „Handyticket“ durch einen Artikel in der Aachener Zeitung und bei einem Besuch von www.avv.de als ich, ausnahmsweise mal über den Laptop nach einer Busverbindung suchte. Mir sprang die News „Mobil mit dem HandyTicket – Am Wochenende 5 Euro Startguthaben sichern!“ Nicht nur wegen des Guthabends wollte ich das Handyticket mal testen. Zuerst ist allerdings eine Registrierung notwendig.

Man muss dazu das Portal handyticket.aseag.de besuchen und sich dort registrieren. Anschrift, Bankverbindung, Kontaktdaten sind erforderlich ebenso die Angabe einer Kontrollmediennummer – wie kann der Kontrolleur feststellen, dass Sie das auch wirklich sind? So kann man dort auch den Personalausweis angeben, und dafür die entsprechende ID/Perso-Nummer eingeben.

Doof nur, wenn man eine elfstellige Nummer hat. Ich konnte nicht zum nächsten Registrierungsschritt gehen, da ich folgende Fehlermeldung erhielt:

Kontrollmediennummer: Die Personalausweis- bzw. Reisepass-ID besteht aus genau 10 Ziffern und Buchstaben. Sie finden sie beim alten Personalausweis links unten und beim neuen auf der Rückseite. Wenn Sie über kein derartiges europäisches Dokument verfügen, wählen Sie einen anderen Typ oder melden Sie sich über die Hotline an, deren Nummer Sie unter “Kontakt” finden.

Ich habe einfach die letzte Ziffer bzw. Buchstaben weggelassen 😉 Die Registrierung ist grundsätzlich einfach und schnell. Bis auf das Problem mit der Kontrollmediennummer auch sehr gut! Im Anschluss erhält man eine Handy-Pin. Mit der Mobilfunknummer und diesem PIN loggt man sich nun ein – die Registrierung ist somit erfolgreich beendet.

Die App

Mehrfach selbes SuchergebnisAls nächstes wollte ich mir die entsprechende App auf mein Handy laden – fand aber nichts im AppStore. Die Suche nach „Aseag“ und „AVV“ brachte keinen Treffer, mehr Glück hatte ich dann bei „Handyticket“. Nach der Installation legt man die Region fest und meldet sich auch dort mit seiner Mobilfunknummer und der Handy-Pin an. Recht einfach. Gut fand ich direkt, dass man auch in der App Verbindungen suchen kann und sich so eine andere App sparen kann 😉 Allerdings: Die Ergebnisse werden für jedes Ticket angezeigt und nicht pro Verbindung (siehe Bild).

Heute Abend steht der praktische Test des Ticketkaufs auf dem Programm und die Fahrt quer durch Aachen – ich werde natürlich berichten 😉 Ich empfehle Euch dennoch die Registrierung auf handyticket.aseag.de um sich 5€ Ticketguthaben zu sichern!

Update 06.02.2011 – Praxistest

Kurz vor Fahrtantritt kaufte ich mir in der App das Ticket. 2,35€ sollte es kosten und ich erhielt einen Barcode aufs Display. Um das Ticket im Falle einer Kontrolle vorzeigen zu müssen, ist es lokal gespeichert. Eine Internetverbindung ist also nur beim Kauf erforderlich!

Zurück zum Test: Obwohl im Stadtgebiet die Prozedur des nur-vorne-beim-Fahrer-einsteigen eher selten ist, so wollte der gute Mann an diesem Samstagabend um 17:49 Uhr von den insgesamt drei zusteigenden Gästen die Fahrscheine sehen. Die beiden Studenten vor mir wurden mit einem kurzen Blick auf das Semesterticket durchgewunken. Als ich dann mein Handy dem Mann vor die Nase hielt suchte der erstmal vezweifelt die Brille. Es bedurfte einer näheren Betrachtung dieses “Tickets” und mit einem verzweifelten Blick reichte er mir mein Handy zurück und gab mir zu verstehen: “Durchgehen!”

Die Reaktion zeigt, dass trotz der Einführung dieses wie ich finde innovativen und praktischen Systems, lange nicht alle Mitarbeiter der ASEAG wissen, wie diese Handytickets nun überhaupt aussieht! Unangenehme sowie zu Verzögerungen und Irritationen führende Situationen sind die Folge! Liebe AVV, bitte nachbessern!

3 Antworten auf “Das Aachen-ASEAG-Handyticket”

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