Es zeichnete sich leider schon ab – Reiner „Heini“ Plasshenrich beendet seine Kariere. Der 33jährige Mittelfeldspieler konnte sich nicht wieder von zwei schweren Knieverletzungen erholen. Vom SC Verl kam Plasshenrich über Fürth, Paderborn und letztlich dem VfB Lübeck zur Alemannia. Dies war 2004.

„Heini“ kam auf insgesamt 18 Bundesligaspiele und 134 Einsätze in Liga 2 sowie 13 im DFB-Pokal. Dabei erzielte er 12 Tore. Weiterhin bestritt er alle 8 Spiele im Uefa-Cup für die Alemannia. Dies zählt mit Sicherheit zu den größten Erfolgen seiner Kariere neben dem Erreichen des Pokalfinals 2004 gegen Werder Bremen sowie der Aufstieg in die Bundesliga.

Zwei Bilder werde ich immer mit Plasshenrich verbinden werde:

Während eines Besuchs im VIP-Zelt der Alemannia 2008 begegnete ich Plasshenrich am Eingang. Er war gerade erst auf Krücken unterwegs nach seiner Operation am Knie. Er war richtig angefressen. Die Leistung der Mannschaft an dem Abend war grauenhaft und auch der damalige Trainer Seeberger stand ordentlich unter Beschuss. Man merkte Plasshenrich an, wie sehr er mit fiebert und mit leidet. In seinen Augen sah man regelrecht die Lust auf dem Rasen stehen zu wollen und einfach Alles geben zu dürfen.

Nie vergessen werde ich jenes Spiel gegen den 1 FC Nürnberg am 12. Spieltag der Bundesligasaison 2006/2007. Es laufen die letzten Minuten. Schiedsrichter Babak Rafati (noch nie ein Freund von mir gewesen) hat schon einige heftige Fehlentscheidungen getroffen und es steht 0:1 für den Klub. In der 89. Minute legte Jan Schlaudraff per Kopf auf Heini ab. Dieser ging schon auf dem Zahnfleisch aber der Wille und die Leidenschaft in seinem Gesicht sah man bis in die letzte Reihe auf dem Würselner Wall. Heini tankte sich durch die Abwehr, den Strafraum und schob aus 8 Metern vorbei an Schäfer zum 1:1 ein. Was ein Jubel, was eine Atmosphäre.

Danke Merssi Heini für deine Leidenschaft, dein Engagement und deine Leistungen!


4 Kommentare

Dirk · 22. April 2010 um 14:02

Ich erinnere mich an eins der ersten Spiele nach seiner Genesung von dem langen Ausfall. Am Tivoli gab es standing ovations bei seiner Einwechslung. Bekomme schon wieder eine Gänsehaut. Danke Heini!

Friedrich Jeschke · 22. April 2010 um 14:13

Stimmt! Leider hat er sich kurz drauf ja erneut verletzt… So wie ich das bisher mitbekommen habe wird er aber bei der Alemannia als Trainer der U19 weitermachen.

Werner · 22. April 2010 um 16:30

War Heini wirklich im Pokalfinale dabei?

Friedrich Jeschke · 22. April 2010 um 17:53

Hallo Werner! Mea Culpa! Heini kam erst zur Saison 04/05 und war nicht beim Pokalfinale dabei. Danke für Deinen Hinweis. Ich habe es korrigiert.

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