Skandal im Stadtrat

Transparenz und Offenheit sieht anders aus. In Teilen (wenn überhaupt) ist es nachvollziehbar, dass Informationen und Fakten, die nicht-öffentlichen Sitzungen von Räten und Parlamenten vorliegen, nicht veröffentlicht werden. Das ich als Pirat natürlich die Forderungen nach einem „gläsernen Staat“ – und somit auch einem „gläsernen Stadtrat“ –  unterstütze liegt auf der Hand.

So entscheidet heute der Aachener Stadtrat über die finanzielle Unterstützung (Bürgschaft in Höhe von 5,5 Millionen Euro) für den angeschlagenen Fußballverein Alemannia Aachen. Das ich hier klar zwiegespalten bin kann ich nicht verleugnen (hier auch ein Kommentar von mir dazu).

Als Fan und Bürger würde ich mir natürlich gern mehr Informationen wünschen…aber dass ein Abgeordneter des Stadtrates keine Informationen erhält ist für mich ein Skandal. Wie soll denn ein gewählter Vertreter der Bevölkerung eine Entscheidung fällen ohne Fakten und Hintergrundinformationen? Nun betrifft es meinen Verein, da bin ich ganz nervös, nur ist dies öfter der Fall. Der „Pirat im Öcher Rat“, Thomas Gerger (hier sein Blog), ist in keiner Fraktion und hatte somit auch keinen Zugang zu den Gesprächen mit den Vertretern der Alemannia.

Da jetzt aber erwartet wird, dass er eine kritische und sachliche Stimme abgeben kann, ist durch diese Art der Informationspolitik nicht möglich.

Natürlich hoffe ich auf eine positive Entscheidung des Stadtrates und kann Thomas eine Enthaltung, die er berechtigterweise in Betracht zieht, nicht verübeln.

Hier zeigt sich an einem simplen Fall, dass erheblicher Verbesserungsbedarf in Sachen Transparenz von Nöten ist!

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