12 Monate später: Ali zahlt pünktlich

ALI Kiva PalestinaVor gut einem Jahr, am 15.12.2014, berichtete ich über die Plattform Kiva. Man kann sich dort an Kleinkrediten beteiligen, die Menschen weltweit Investitionen ermöglichen. Ich lieh 25$ an Ali aus Palestina. Ein Blick auf den Kontoauszug zeigt: Er zahlt pünklich zurück.

Nun, ich hatte nie Zweifel daran, dass Ali nicht zurück zahlt. Warum auch? Die Rückzahlungsquote lag im Dezember 2014 – als ich meine Entscheidung traf – bei 98,78%. Und 25$ taten nicht weh um Kiva mal auszuprobieren. Die Rückzahlungsquote ist nahezu unverändert.Kiva-Rückzahlung-Ali

Wie auf dem Kontoauszug zu sehen ist, zahlt Ali mal zwei Monate im Voraus, mal zwei Monate später aber im Rahmen des Planes zurück. Es handelt sich bei den Rückzahlungen um die Rate des vollständigen Kredites. Meine 25§ sind Teil einer Gesamtleihe von 1.200$.

Nun, ich bin gespannt ob Menschen aus der AfD, PeGiDa & Co. diese Plattform rege nutzen werden. Dabei kann man genau mit so einer Plattform die Menschen wirtschaftlich stärken. Mit sehr wenig Geld, dass man zurückbekommt, bewirkt vor Ort mehr als bei uns. Es trägt in kleinem aber stetigem Maße zum Wachstum einer eigenen Wirtschaft bei – und reduziert damit langfristig wirtschaftlich begründete Auswanderung in den Ländern.

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7 Antworten auf “12 Monate später: Ali zahlt pünktlich”

  1. Hallo Fritz,

    kannst Du mal die Tabelle erklären? Ich verstehe sie nicht ganz, Du hast Ali 25$ geliehen und bekommst dafür über 100$ zurück? Oder wie habe ich die abgebildete Tabelle zu verstehen? Das wäre ja Wucher…

    LG
    Rebekka

  2. Hallo Fritz,

    spannendes “Projekt” und eine menschliche Geste. Ich finde schön dass sowas möglich ist.

    Weswegen du – völlig aus dem Kontext gerissen – deinen “politischen Gegner” bashen musst verstehe ich jedoch nicht. Was hat der Artikel mit der AFD / Pegida zu tun ?

  3. Hallo Mike,

    was das mit Pegida und AfD zu tun hat? Viele der Sympathisanten und Unterstützer besagter Bewegung / Partei, sprechen sich für Grenzschließungen aus, gegen die Flüchtlinge und argumentieren, dass man ja mehr in den Ländern selber tun sollte. Immerhin gibt es darunter auch nicht nur die Stimmen, die eh alles in einen Topf schmeißen und differenzieren können. Wenn wir also die Menschen nehmen, die wegen wirtschaftlichen Verhältnissen und/oder klimatisch bedingten Gründen flüchten, dann greift zum Beispiel die Maßnahme vor Ort etwas zu tun. Und da bin ich gespannt, wer von den ganzen Menschen, die immer sagen “Man muss was in den Ländern selber tun!” sich auch tatsächlich tiefer mit der Materie beschäftigt. An diesem Punkt habe ich Zweifel!

    Zum Beispiel der Ratsherr der AfD in Aachen. Er spricht davon, dass Flüchtlinge meist aus Hütten und Baracken kommen, ohne Infrastruktur, primitivste Verhältnisse. (https://www.derfriedri.ch/wie-der-afd-populist-im-aachener-stadtrat-mit-seinen-zahlen-trickst-4932/) Wenn man sich dann damit beschäftigt wo die Flüchtlinge herkommen, dann wiederlegt sich das zu über 90%. Wie kann man von solchen AfDlern und deren Anhängern also erwarten, dass sie noch differenzierter an die Sache herangehen?

    Wie Du weißt bewege ich mich viel in entsprechenden Kommentaren und bisher ist mir keiner aufgefallen, der solche Möglichkeiten erwähnte, wie ich sie hier z.B. angesprochen habe.

  4. Ah okay – jetzt verstehe ich den Querverweis. Recht hast du ! Auf der anderen Seite gilt es vor Ort für eine gewisse Sicherheit für Mensch und Habe zu sorgen. Menschen in Krisengebieten werden nicht in ein “Business” investieren – wenn diese nicht sicher sein können, dass ihr Business morgen noch existiert.
    Schön dass Ali aus Palestina es gewagt hat – auch wenn die es die Palestinänser nicht leicht haben.

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