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20140703-102233-37353591.jpgIn diesem Beitrag habe ich über die Ampelhotline der Stadt Aachen berichtet. Es ist immer wieder amüsant wie solche Mails doch wirken: Absolut hilfreich und doch kryptisch, garniert mit einer Prise Humor. Hätten Sie es gewusst? “Man muss bei Grün losgehen.

Laut unseren Richtlinien muss der Fußgänger in der Grünzeit die halbe Fahrbahnbreite überqueren. Im Anschluss an die Grünzeit folgt noch eine Räumzeit (= Schutzzeit). In dieser Zeit hat der Kfz-Verkehr noch Rot und der Fußgänger, der in der letzten Grünsekunde auf die Fahrbahn getreten ist, kann die Fahrbahn zügig überqueren.

Man muss bei Grün losgehen. Springt die Ampel um, während man sich noch auf der Fahrbahn befindet, kann man weitergehen ohne zu befürchten, dass die Autos losfahren. Bei der Geh- Geschwindigkeit können wir laut den Richtlinien mit 1,0 bis 1,5 Meter pro Sekunde rechnen.  In Aachen rechnen wir meistens mit 1,2 Meter pro Sekunde (entspricht 4,32 km/h).

An Seniorenheimen und auf Schulwegen gehen wir auf 1,0 Meter pro Sekunde (entspricht 3,6 km/h) runter. Die 1,0 Meter pro Sekunde sollte jedoch nicht unterschritten werden, weil sich dadurch die Wartezeiten für die anderen Verkehrsteilnehmer deutlich verlängert und somit die Akzeptanz abnimmt.

Die Fußgängerfurt am Bahnhof beträgt 19,5 Meter. Angezeigt werden 12 Sekunden Grün. Dann folgt die Schutzzeit von 19 Sekunden. Insgesamt hat der Fußgänger also 31 Sekunden Grün zum Queren der Furt. Rechnet man mit einer Geh-Geschwindigkeit von 1,2 Meter/ Sekunden, hat man in den 12 Sekunden Grün mehr als die Hälfte der Furt überschritten.

Man muss bedenken, dass wir dem Fußgänger, der in der letzten
Grünsekunde die Fahrbahn betritt, die Möglichkeit geben müssen die Furt queren zu können. Die Räumzeit, bzw. Schutzzeit muss also in jedem Fall angezeigt werden. Die Grünzeit dient mehr zum Losgehen.

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Kategorien: Aachen / Oche

2 Kommentare

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Juli · 28. Juli 2014 um 11:58

Also ich muss ja mal was sagen, wa?
Ich bin Ur-Öcherin und auch, wenn es hier ziemlich oft um Fußball geht, der mich so gar nicht interessiert (auch die Alemannia nicht), dann komme ich doch immer wieder gerne hier vorbei. Weil ich immer wieder etwas Neues erfahre über meine Heimatstadt. Wie zum Beispiel, dass wir so etwas abgefahrenes wie eine Ampelhotline haben.
Ich stelle mir gerade vor, wie eine nette Dame dort hinter dem Telefon sitzt und auf einen Anruf wartet <3
Herzerweichend.

Kurz gesagt: Ich danke dir 🙂

Friedrich

Friedrich · 28. Juli 2014 um 12:06

Danke Juli für das Feedback! Jetzt wo ich wieder in der schönen Kaiserstadt lebe und wohne, ist es deutlich leichter auch Themen abseits der Alemannia aufzugreifen. Ich muss mir da noch was einfallen lassen, dass es dazu auf der Startseite übersichtlicher wird 😉

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