Das Jahr 2011 endet mit einer schwarz-gelben Geschichte, wie sie in die Chroniken der Alemannia kaum besser passen könnte. Innerhalb von 24 Stunden platzte der Transfer von Alper Uludag in seine Türkische Heimat. Der Erstligist Orduspor hatte 400.000 € für Alper Uludag geboten, die Zahlungsfähigkeit aber nicht ausreichend nachweisen können. Selbst wenn die Alemannia mal alles richtig macht, kommt dennoch eine Schlagzeile dabei heraus.

Kurz vor Ende des Jahres schien es, als könnte Erik Meijer durch einen glücklichen Transfer dringend benötigtes Geld in die Clubkasse spülen. Alper Uludag, U21-Nationalspieler der Türkei, wollte zurück in seine Heimat und mit Orduspor gab es einen interessanten Vertreter der Süper Lig.

Bereits vor der Saison wollte Chievo Verona den linken Mittelfeldspieler, verweigerten aber die von Erik Meijer geforderte Million Ablöse. Uludag hatte seinen Vertrag gerade erst verlängert. Nun will er also doch weg. Laut Aachener Zeitung, waren ihm die 14 Einsätze in 20 Pflichtspielen zu wenig. Mit der Verpflichtung von Albert Streit sah Uludag wohl endgültig keine Chance mehr.

Typisch Klömpchensklub

Einem Alemannen entlockte die Nachricht vom geplatzten Transfer nur ein müdes Lächeln. Gepackte Koffer sind bei der Alemannia immer eine besondere Angelegenheit. Mit Mark Rudan und der “Koffer-Affäre” hat man sicher einen Spitzenplatz auf der Kuriositätenliste der Transfergeschichte inne. 2002 2001 hatten Rudan und seine Spielerberater Frano Zelic und Hans Hägele der Alemannia eine Ablöse von 290.000 DM ( ca. 149.300,00 €)abgeknöpt, die gar nicht fällig war. Rudan wechselte ablösefrei von Northern Spirit Sydney.

So sorgte auch der Transfer von Goran Szukalo für Schlagzeilen: Der Slowene wechselte 2005 von Unterhaching an den Tivoli. Der vermeintliche Spielerberater Ibrahim S. hingegen hatte keine Beraterlizenz und daher widerrief Präsident Horst Heinrichs den von ihm unterzeichneten Scheck über die 87.000€ Vermittlungsgebühr am nächsten Morgen umgehend. Der damalige Sportdirektor Jörg Schmadtke hatte einen riesen Bock geschossen. Aber damit nicht genug: Einige Wochen später wurde der gesperrte (!) Scheck in Zagreb eingelöst und (noch mysteriöser) ausgezahlt. Aufgefallen ist die Abbuchung der Alemannia dann erst drei Jahre später.

Schon skurril, dass die Alemannia alles richtig macht und auf einen Nachweis zur Zahlungsfähigkeit besteht – und dann der Deal nicht klappt. Alper Uludag hingegen wird um diese Anekdoten sicher nichts wissen und sich damit beschäftigen, wie er unter Friedhelm Funkel das Maximum an Einsatzzeit herausschlagen kann. Nicht auszuschließen, dass Uludag dann doch seinen überall kolportierten Marktwert von 1.000.000 € im Sommer für die Alemannia einspielen kann. Und wer weiß, Uludags Spielerberater hat Edin Dzeko unter Vertrag. Das riecht doch förmlich nach einem Tauschgeschäft für 2012…


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