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AKW Tihange bei Lüttich

AKW Tihange bei Lüttich

Nach dem Schlusspfiff gestern gegen den VfL Bochum war ich auf 180! Die Alemannia hatte zwei Elfmeter in 90 Sekunden verschossen und Bochum kurz vor Schluss sogar noch 1:3 gewonnen. „Bochum gewinnt Elfmeterschiessen in Aachen“ las ich noch irgendwo am Abend. Aber an diesem Wochenende stand der Fußball allerdings mal nicht in meinem Mittelpunkt.

Nach dem verheerenden Tsunami und den nuklearen Entwicklungen in Japan ist mein Fokus in diesen Tagen ein anderer. Über 10.000 Menschen werden in Nippon vermisst, über 10.000 werden wohl ums Leben gekommen sein und mehrere Tausend Menschen warten immer noch auf Rettung und Hilfe in den ländlichen Gebieten.

Die Bilder dieser gigantischen Welle, die Autos, Boote, Flugzeuge und Häuser wie Streichholzschachteln mit sich riss, werde ich nie vergessen. Aber nicht nur diese Naturgewalt macht mich so betroffen: Mittlerweile sind alleine drei Reaktoren in Fukushima ohne Kühlmittel und es drohen gleich mehrere Kernschmelzen – wenn sie denn nicht schon, wie teils angenommen, begonnen haben.

Dieser gleich mehrfache Super-GAU in einer der hochentwickelsten Technologienationen gibt nun noch mehr über die Sicherheit der alten Meiler in Europa zu denken. Nicht nur unsere AKWs in Deutschland sind da zu erwähnen. So befindet sich bei Lüttich (Belgien), unweit von Aachen, ebenfalls ein AKW in der Vulkaneifel. Tektonisch sicherlich nicht ganz so gefährlich wie andere Standorte aber die vulkanischen Aktivitäten sind unbestritten.

Meine Gedanken sind daher bei den vielen Menschen in Japan. Alleine die Lage in der 35-Millionenstadt Tokio macht betroffen. Je nach Wetter und Entwicklung in Fukushima muss die Hauptstadt evakuiert werden. Ich will mir dies in der aktuellen Situation gar nicht vorstellen. Ganz ehrlich: Da war mir nach dem Spiel gestern die Alemannia herzlich egal!


1 Kommentar

Friedrich

Friedrich · 18. März 2011 um 15:49

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/03/16/aktuelle-stunde-akw-nachbarn.xml

Ein guter bericht des WDR zum Kraftwerk in Tihange

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