treasure-map-NSA-netcologne-netaachen-aachen2Wie internationale Medien berichten, haben die amerikanischen und britischen Geheimdienste ein „Google Earth des Internets“ erstellt. Unter dem Namen „Treasure Map“ wurden auch bei deutschen Telefonanbietern Daten abgegriffen. Auch Aachener Bürger könnten betroffen sein.

Bereits vor einem Jahr wurden durch die von Edward Snowden veröffentlichten Dokumente die Sammelaktivitäten unter dem Treasure-Map-Programm bekannt. Dabei wird durch größtmögliches Sammeln von Nutzer-, Meta- , und Verbindungsdaten eine Karte des Internets erstellt.

Nun berichtet der Spiegel über mögliche Schnittstellen bei der Telekom und auch dem Internetprovider NetCologne aus Köln. Somit sind direkte Tochterfirmen zweier NRW-Städte in der Pflicht diesen Sachverhalt zu klären. Laut dem Beteiligungsbericht der Stadt Köln gehört Netcologne zu 100% der GEW Köln AG. Die Stadt Köln ist daran zu 10% direkt beteiligt. Die restlichen 90% liegen bei den Stadtwerken Köln – die wiederum komplett der Stadt Köln gehören. NetAachen ist eine 100%-Tochterfirma von NetCologne.

Die Stadtwerke Aachen (STAWAG) gehören zu 100% der Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH. Eine vollständig städtische Gesellschaft. Die STAWAGT hält 16% der Anteile von NetAachen. (siehe auch den Beteiligungsbericht der STAWAG)

Warum diese Aufschlüsselung?

Sollten sich die Informationen bestätigen und Daten über NetCologne an die Geheimdienste gegangen sein, so muss auch der Aachener Stadtrat aktiv werden und prüfen, ob Daten Aachener Bürger illegal und gesetzeswidrig abgefangen wurden.

Solange sollte ein offenes WLAN für Aachen ebenfalls ruhen. Wer kann sicher sein, dass so noch mehr Daten in falsche Hände gelangen?

UPDATE 15:20 Uhr: NetCologne schreibt in einer Stellungnahme

In einem am Wochenende erschienenen Artikel des Nachrichtenmagazins SPIEGEL wird behauptet, bei NetCologne sei es zur Auslesung von Daten seitens der NSA gekommen. Basis für diese Behauptung sind Unterlagen, die Edward Snowden dem Magazin vor längerer Zeit zur Verfügung gestellt hat. NetCologne ist den Hinweisen bereits vor einiger Zeit mit aller Gewissenhaftigkeit nachgegangen und hat keinerlei Nachweis für eine Sicherheitsverletzung gefunden. […] Da es sich um eine widerrechtliche Verletzung der Sicherheitsprotokolle handeln würde, steht das Unternehmen vorsorglich bereits im Austausch mit den Sicherheitsbehörden.

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