Endlich wieder eine Hauptversammlung von Volt Europa! Meine fünfte und endlich sowohl der Hinweg als auch der Rückweg mit dem Zug nach Prag – keine Fliegerei. Ein tolles Wochenende in der Hauptstadt der Tschechischen Republik, mit Überraschungen trotz voller Agenda – und einem „Doppelwums“ an Public Action.

Rechtzeitig hatte ich meine Zugtickets erworben und ließ mich auch nicht davon abhalten, dass meine Rückfahrt seitens der Deutschen Bahn über einem Monat vor der Fahrt storniert wurde. Leider musste ich dadurch 1,5 Stunden eher die Heimreise antreten. Übrigens ein Punkt den ich auf den Notizzettel geschrieben habe, was Volt anpacken sollte: Die Fahrgastrechte der Bahnkunden stärken.

Los ging es am Donnerstag um 12 Uhr von Köln – und ebenfalls im Zug waren auch Mitglieder des Kölner Stadtrates. Die hatten allerdings die erste Klasse gebucht und so hatte ich genug Zeit mich in die Unterlagen für das Wochenende einzulesen.

Der seit diesem Jahr fahrende ICE-Sprinter zwischen Köln und Berlin – ohne Zwischenhalte in 4 Stunden – war pünktlich und nach eine, stärkenden Kaffee, ging es mit dem Zug weiter nach Prag. Leider ging bereits die Sonne unter, so dass mir das tolle Panorama von Elbe und Moldau erst auf der Rückfahrt gegönnt war.

Es war eine entspannte Fahrt und beste Werbung für das Zugefahren in Europa. Da klappte mal was! Auch kommt man ja mit den Mitreisenden ins Gespräch. Ich mag das ja! Die mir gegenübersitzende Frau stellte sich als Niederländerin vor und wollte ein Foto von mir machen: „Mein Sohn studiert in Prag und ich besuche ihn. Er schwärmt immer so von Volt und hat euch in den Niederladen gewählt!“ Selbstverständlich durfte sie das Foto machen. Die beiden anderen Frauen im Abteil legten Ihre Lektüre beiseite und uns wir hatten eine interessante Diskussion zu Europa.

Währender Hinfahrt hatte ich auch Gelegenheit ein wenig Aufmerksamkeit auf den Freitag zu lenken: Der Zufall wollte es, dass die Staats- und Regierungschefs ganz Europas, aber auch Teilen Asiens, sich zum #PragueSummit eingefunden hatten. Wie übersteht Europa die Energiekrise? Wie umgehen mit dem Aggressor und Kriegstreiber Putin? Pragmatisch wie Volt ist, informierten wir alle Mitglieder, die bereits in Prag waren. Auch einige von uns gewählten Mandatsträger*innen waren mit dabei: Freitags, 8:30 Uhr Flagge zeigen.

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Die Kundgebung war von Pulse of Europe CZ organisiert und angemeldet, doch Volt hatte es geschafft Eindruck zu machen. In den Fernsehbildern waren wir zu sehen und als Ungarns Präsident Orban lautstark mit Buhrufen empfangen wurde, berichtete das politische Fachmagazin politico.

“Why are they booing you?” a journalist shouted.

“They like me,” Orbán quipped.

Unser Protest #NoVeto war angekommen. Volt unterstützt die Kampagne von Pulse of Europe politisch: Schluss mit den Einstimmigen Beschlüssen im EU-Ministerrat – Schluss mit den Vetos, insbesondere von Ungarn.

Einen besonderen Moment erlebten wir, als Litauens Präsident Gitanas Nauseda mit den Ukrainer*innen sprach, deren Kundgebung wir ja unterstützten. Die anderen Staatsoberhäupter hatten keine Minute für eine friedliche und pro-europäische Kundgebung übrig.

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Voller Energie ging es dann zum Treffen aller gewählten Volter*innen in Europa. Bereits 114 von uns sind in den Räten und Parlamenten in ganz Europa aktiv. Von kommunaler Ebene, regionaler, bis hin in die nationalen Parlamente (Bulgarien & Niederlande), sowie das EU-Parlament waren wir zusammengekommen, um den Austausch und die gemeinsame Arbeit zu verbessern und Kernthemen der Europawahl 2024 zu erörtern. Lucia und Lukas aus dem EU-Vorstand hatten hier einen erstklassigen Tag organisiert. Der arbeitsintensive Tag endete mit über 200 Volter*innen in einer guten Kneipe. Damian Boeselager (unser Abgeordneter im EU-Parlament) und ich waren uns einig: Den echten Volt Spirit erlebt man auf einer Hauptversammlung.

Die meisten waren fit am nächsten Morgen. Das Team um Generalsekretär George Penn hatte eine perfekte Versammlung organisiert – okay, das mit der Kaffeebude in der obersten Etage hatte sich erst zum Mittagessen herumgesprochen. Die Schlange am Kaffeeautomaten war lang – und die kartenlose Bezahlung tatsächlich eine Challenge am frühen Morgen.

Inhaltlich wurde viel geboten und wer nicht dabei sein konnte, hatte die Möglichkeit es im Stream zu verfolgen. Ich hatte dann die Ehre vor der Mittagspause in der Diskussionsrunde #SocialEquality auf der Bühne zu sitzen. Mein Thema: nicht-akademische Karrieren. Ich ließ alle im Raum aufstehen und dann sich alle setzen, die einen Masterabschluss, einen Bachelorabschluss oder ein laufendes Studium haben. Von über 70 Leuten im Raum standen noch vier. Eine spätere Präsentation unseres Data Analytics Teams zeigte es dann auch nochmals: Volt ist eine sehr akademische Blase und das ist auch die Politik. Das möchte ich mit der non academics Community Group ändern. Nicht nur die Professoren und Dr. an den Tisch, sondern auch die Pflegekräfte, Krankenschwestern und Hausmeister*innen dazu holen. Für das Panel gab es sehr gute Kritiken. Es war divers besetzt und hatte ausgewogene Redezeiten aller Podiumsgäste.

Und schon ging es zur zweiten Public Action in Prag. Diesmal zogen wir durch die Stadt und endeten vor dem Parlament. Das herbstliche Abendwetter hatte zahlreiche Menschen auf die Straßen und Plätze gelockt. Es war super viel los. Ich hatte ein Schild auf Tschechisch gemacht „Jen společně můžeme udržet mír“, was übersetzt heißt „Nur gemeinsam bewahren wir Frieden“. Zum einen wollte ich die Einheimischen ansprechen, zum anderen habe ich einen besonderen Bezug zur Tschechischen Republik. Mein Großvater und seine Familie wurden während des Zweiten Weltkrieges aus Gradlitz (heute Choustníkovo Hradiště) vertrieben. Sie waren Sudeten und wurden von tschechischen Soldaten vertrieben.

Heute bin ich in einer gemeinsamen Partei für ein demokratischeres und friedlicheres Europa. Das ist etwas sehr Besonderes für mich – und ich habe es hier in diesem Video erzählt.

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Die Rückfahrt am Sonntag bei sonnigem Herbst entlang der Moldau und Elbe war wunderschön. Die Landschaft herrlich und im Boardrestaurant hatten sich neben Damian auch noch Sascha von der Ratsfraktion in Wiesbaden und Deutschlands Ko-Vorsitzenden Connor Geiger eingefunden. Es fehlte ein Wagon und der Zug war komplett ausgebucht. Wir saßen super und diskutierten bis hinter Dresden ausgiebig. Dann endete die Happy Hour der tschechischen Bahn. Diese hat besonders günstige Preise, doch die Zeit ist abhängig von der Zugnummer. Das wir abends noch im Club gefiert haben war uns durchaus anzusehen.

In Berlin lief ich dann noch unserem Kölner Stadtrat Manuel „Mauli“ Jeschka über den weg. Er war dann auch im Zug nach Köln, wo abends die Reise endete. Ich freue mich auf Bukarest am 3. Und 04. Juni 2023 – und sehr wahrscheinlich wieder mit der Bahn.

Empfelungen

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Video vom Youtuber Fredo Rockwell

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