Post für Ramsauer

AusfahrtSehr geehrter Herr Ramsauer,

ich wende mich in ernster und schwerwiegender Angelegenheit an Sie. Bedingt durch die Feiertage und den Jahreswechsel (Frohes Neues übrigens!), komme ich nicht umhin mich Ihnen anzuvertrauen und Ihnen meine Angst und Panik zu schildern.

Auf Deutschlands Autobahnen ist man nicht sicher! Ich möchte Sie dringend bitten ein “Konzept sicheres Fahrerlebnis” auf die Schiene zu bringen. Vor allem die in den Ferien notorisch Deutschland durchfahrenden Europäer mit roten Buchstaben auf weißem Grund oder schwarzen Buchstaben auf gelbem Grund fallen durch Ihren Straßen-Hooliganismus auf.

Die linke Spur wird konsequent befahren und ein Rettungswagen wäre chancenlos im Einsatzfall. Auch die für Sicherheit sorgenden Tempobeschränkungen werden zusehends missachtet. So wurde ich innerhalb der letzten 14 Tage des Öfteren Zeuge, wie vor allem Belgier und Niederländer mit 120 km/h (!) durch Baustellen mit Tempo 60 und 80 “gedonndert” sind. Für ein Autobahnverbot will ich nicht plädieren, vor allem nicht willkürliche Verbote, aber eine internationale Ahndung solcher Verkehrsverstöße, die Leib und Leben in Gefahr bringen, halte ich für angebracht. Hier besteht Nachholbedarf!

Die für die Sicherheit notwendigen Maßnahmen sind meines Erachtens häufigere Kontrollen. Das notwendige Personal könnten Sie übrigens Ihrem Partei- und Regierungskollege, Herrn Hans-Peter Friedrich, “abschwatzen”. Er benötigt es für ein “sicheres Stadionerlebnis”. Ohne die Zahlen im Detail zu kennen oder sie genauer geprüft zu haben, stelle die die These auf, dass es auf Deutschlands Autobahnen gefährlicher ist, als in Deutschlands Fußballstadien.

Selbstverständlich ist dieser Text überspitzt, aber ich hatte die geschilderten Situationen selber erlebt – und noch einige mehr – in nicht mal 14 Tagen. Vielleicht hilft ja ein etwas humorvoller und übertriebener Brief, dass Sie als Regierung wirklich dort ansetzen, wo es lebensgefährlich ist.

Übrigens: Ich hätte sogar einen ersntgemeinten Vorschlag, wie man äußerst günstig die Sicherheit auf Deutschlands Straßen verbessern könnte. Sie hätten die notwendigen Lobbyisten übrigens schnell beisammen. Ist nicht böse gemeint, aber die gehen Ihnen wie jedem Abgeordneten ja auf die Nerven. 😉

Beste Grüße

Friedrich Jeschke

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