Die Schiedsrichter bei der Weltmeisterschaft in Südafrika sorgen weiterhin für strittige Entscheidungen. Beim spiel Deutschland gegen Serbien pfiff der Unparteiische sehr kleinlich, bereits 13 Platzverweise (mindestens die Hälfte umstritten) sowie die am Sonntag gegebenen bzw. nicht gegebenen Treffer sorgen für Verwunderung, Enttäuschung, Wut und Ärgernis. Vor allem werden aber die Forderungen nach dem „Chip im Ball“ und der Torkamera nun wieder lauter. Hier meine „Aufreger & NoGos“ der Referees bei der Weltmeisterschaft:

18. Juni 2010 Slowenien – USA. Schiedsrichter Coulibaly aus Mali gab ein klares Tor der Amerikaner nicht. Warum der Treffer nicht anerkannt wurde, wird immer das Geheimnis des Unparteiischen sein.

18. Juni 2010 Deutschland – Serbien. Gleich 7 gelbe Karten (3 Deutschland, 4 Serbien) verteilte der spanische Schiedsrichter Undiano in der ersten Halbzeit. Zudem sah Klose in der 37. Minute nach einem eher überflüssigen Foul an Stankovic die gelb-rote Karte. Der Platzverweis mag hart sein aber vorwerfen muss man dem Schiedsrichter, dass er seiner „kleinlichen Linie“ in der zweiten Halbzeit nicht treu geblieben ist.

21. Juni 2010 Chile –Schweiz. In der 31.Minute stellte Al Gamdhi aus Kasachstan den Schweizer Berahmi wegen eines vermeintlichen Ellebogenschlages vom Platz. Vidal hatte dies provoziert. Eine zu harte und nicht angemessene rote Karte.

22. Juni 2010 Frankreich – Südafrika. Frankreich spielte eine enttäuschende WM, der Platzverweis in der 25. Minute gegen Gourcuff allerdings war ebenfalls kein Ellebogenchek. Hier traf Schiedsrichter Ruiz aus Kolumbien eine für mich zu harte Entscheidung.

23. Juni 2010 USA – Algerien. Normalerweise ist Frank de Bleeckere aus Belgien einer der Besten seiner Zunft. Der Referee ist zudem einer der Erfahrensten. Allerdings gab er Yahia die gelb-rote Karte, obwohl dieser nur seine Mitspieler beruhigen wollte. Eine wirklich unglaubliche Fehlentscheidung. Außerdem verweigerte er in der 21. Minute einen klaren Treffer der Amerikaner wegen angeblicher Abseitsstellung.

27. Juni 2010 Argentinien – Mexiko. Klare Fehlentscheidung beim Achtelfinalspiel. Beim 1:0 in der 26. Minute durch Tevez stand dieser eindeutig und klar erkennbar im Abseits. Schiedsrichter Rosetti und sein Gespann gaben den Treffer dennoch. Scheinbar hatte der Linienrichter den Treffer nach dem Tor aber auf der stadionleinwand gesehen und gemerkt, dass es Abseits war. Schade für Mexiko und auch für das Gespann von Rosetti, der normalerweise sehr gut pfeift.

27. Juni 2010 Deutschland – England. Kurz nach dem Anschlusstreffer der Engländer durch Upson in der 37. Minute hämmert Lampard dan Ball ins Tor. Schiedsrichter Larrionda aus Uruguay und vor allem sein Linienrichter sahen den Ball nicht im Tor. 44 Jahre nach einem der umstrittensten Tore der Weltmeisterschaftsgeschichte (Wembley 1966) schließt sich nun diese Akte und wir können feststellen: Es gibt doch einen Fußballgott. Natürlich freut mich dies zum einen aber solche Fehlentscheidungen sind ärgerlich und nicht immer kann man 44 Jahre auf deren Ausgleich warten. Zum Glück war die deutsche Elf besser und legte noch ein par Tore nach. Selbst die englische Presse und die Spieler gaben ihre schlechte Leistung unumwunden zu.

Trotz der sich jetzt in Südafrika häufenden krassen Fehlentscheidungen muss man einfach mal eine Lanze für die Schiedsrichter brechen! Es ist verdammt schwierig binnen Millisekunden die richtige Entscheidung zu treffen, zumal das Spiel schnell und dynamisch ist und vor allem die Spieler durch Schauspielerei die Objektivität erschweren. Bekommt man einen leichten Rempler in den Oberkörper oder sogar ans Bein, halten sich die Kerle erstmal die Hände vor das Gesicht und fallen wie kleine Kinder heulend zu Boden. Gabriel Heinze (Argentinien) oder Arturo Vidal (Chile) seien hier mal exemplarisch genannt.


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