Europa auf der Venloer Str.

Gestern Abend war ich in Köln-Ehrenfeld auf der Venloer Str. unterwegs. Wir waren zu dritt auf der belebten Meile unterwegs und haben die Leute einfach angesprochen: Welche Punkte sind dir in der Politik wichtik? Was ist Gut in Deutschland und der EU? Was ist zu verbessern?

Von der jungen Auszubildenden mit türkischen Wurzeln und kölschem Akzent bis zum Promi haben wir unterschiedlichste Menschen sprechen dürfen. Alle fanden das eine gute Sache – und es wurde sehr offen gesprochen. Aus diesem Grund bleiben Namen und persönliche Details zu den GesprächsparterInnen hier außen vor.

Wichtig war allen die wir sprachen das Thema Bildung, soziale Sicherung und Gerechtigkeit (z.B. Wohnen) und der Klimaschutz. Auch das Thema Flüchtlinge wurde angesprochen – aber nicht mit Angst sondern mit Wut über eine Politik, die seit Jahren keine gemeinsamen Fortschritte schafft. Der Promi störte sich regelrecht an dem “Schwanzvergleich” der politischen Führungen in Europa, der notwendige Kompromisse eben behindert.

Wir sprachen auch mit einem jungen Iraker. Dieser berichtete uns, dass die Bürokratie hier schon krass ist. Er habe vier Jahre auf seine Aufenthaltsgenehmigung warten müssen. Er nannte es seinen “Deutschen Pass”. Nun könne er endlich seine Ausbildung angehen. Aus dem Irak sei er aus politischen Gründen geflohen. Er lobte übrigens unsere Sicherheit und unseren Rechtsstaat. Er sagte “Im Irak kannst Du die Polizei rufen aber sie kommt nicht. Vielleicht in einer Stunde, in zwei – oder gar nicht! Hier kommt sie sofort und hilft jedem. Ich brauche hier auch keine Angst vor der Polizei zu haben.”

Nein, diese Handvoll Gespräche ist sicher nicht repräsentativ aber zeigt sehr wohl, dass Gespräche offline notwendig als auch richtig sind – und einfach Spaß machen. Sofern die Damen und Herren von gestern Abend es lesen: Herzlichen Dank für Eure Zeit, eure Offenheit und Unterstützung.

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