EAs Fifa EURO 2012 im Test

Ich habe mir am Wochenende das Addon für Fifa12 “Euro 2012” für die xbox360 zugelegt und muss sagen, dass ich nach den ersten Spielen und Tests eher unzufrieden bin. Große Neuerungen oder Verbesserungen habe ich noch nicht mal erwartet. Daher hier mal meine positiven und negativen Kritikpunkte.

Allgemeines vorab

Das Spiel ist als Addon verfügbar. Man kann es nicht einzeln kaufen, sondern erhält es für 1.800 Microsoft Points im Mircosoft-Marktplatz. 2.100 Punkte kosten bei ebay ca. 13 €. bei Microsoft 24 €. Die ca. 657 MB bekommt man also für knappe 11,70 € – ein fairer Preis! Daran ist nichts auszusetzen. Gestartet wird das Spiel über Fifa12. Dort ist ein Reiter mehr im unteren Menü.

Fifa Euro 12 kommt mit einem “blumigen” Intro daher, was eher weniger Emotionen weckt. Generell finde ich das Layout sehr “weiblich”: Pink und Violett dominieren. Sorry lieber Frauen aber für mich ist Fußball ein Männersport und irgendwie kommt das halt da jetzt nicht so rüber. Aber  letztlich liegt es ja auch an der UEFA, deren Vorgaben und Merchandisingpläne in solch einem Produkt aufgehen müssen.

Hat man das Spiel zum ersten Mal gestartet, muss man erstmal sein Lieblingsteam wählen. Ich habe Deutschland gewählt (what else?!), die mit 84 (Angriff), 82 (Mittelfeld) und 81 (Defensive) daher kommen.

Die Spielmodi

Spielstart unter FIFA12

Neben dem schnellen Freundschaftsspiel und natürlich dem klassischen Turnier der Europameisterschaft, kann man natürlich online Spiele absolvieren, Challenges bestreiten oder die “Expedition”.

Bei den Challenges steigt man in eine Partie ein und muss in der restlichen Spielzeit meistens das Spiel drehen. Die Szenarien wechseln dabei von Spiel zu Spiel. Es ist immer nur eine Challenge verfügbar. Alle paar Tage kommt eine neue. So war es bei mir das Spiel Deutschland gegen Belgien. Man steigt für Belgien in die Partie ein und muss ein 2-0 Rückstand drehen. Zur Euro 2012 werden dann Szenarien der EM-Spiele genommen.

Bei der “Expedition” stellt man sich ein eigenes Team zusammen. Dabei kann man Name, Wappen und Trikots selber zusammenbasteln und sich einen TOP-Spieler als Kapitän aussuchen. Dieser bleibt dann auch fix. Der Rest des Teams wird mit schwachen Spielern aufgefüllt, die man per Zufallswahl noch etwas “beeinflussen” kann. Ich habe solange gedrückt, biss ich zumindest einen Torwart jenseits der 60 Punkte hatte. 😉 Nun spielt man gegen alle Nationen. Sozusagen von Unten nach Oben auf der Stärkeskala. Ich musste beispielsweise gegen Malta kicken und konnte dann die nächsten Gegner freispielen. Eine ganz nette Idee, da man sich sein Team peu a peu verstärkt, in dem man vom geschlagenen Gegner einen Spieler bekommt. Außerdem bekommt man ein Puzzleteil. Man muss letztlich jedes europäische Team drei mal geschlagen haben, um das Mosaik komplett zu haben. Naja, dafür habe ich dann doch zu wenig Zeit, denn….

Der Online-Modus

Die 90te Minute

…ich habe mir das Addon auch vor allem gekauft, um online die EM zu spielen. Leider wurde ich hier herbe enttäuscht und hoffe auf ein schnelles Update seitens EA! Zum einen ruckelt es im Gegensatz zu Fifa12 bei jeder Partie und ich hatte in meinem ersten Turnier als Gruppengegner 1 x Spanien und 2 x Holland. Im darauffolgenden Versuch 2 x Spanien, 1 x Holland und dann im Viertelfinale wieder Spanien. Naja, ich finde das echt bescheiden. Es werden doch genug Fans mit ihrem eigenen Land spielen – oder nicht?

Fazit:

Gerade die Ruckler beim Online-Modus (aber auch beim Arcade-Kicken), sowie der unausgereifte Turniermodus haben erstmal für verhaltenen Spielspaß gesorgt. Da es auf Fifa12 aufbaut, habe ich an die Grafik und das Gameplay keine gesonderten Erwartungen und Wünsche gehabt. Im Gegenteil: Ich hätte mir solche Möglichkeiten von EA schon viel früher gewüscht.

Meine PLUS-Punkte:

  • Beim Einlaufen gibt es (wenn auch angerissene) Hymnen des eigenen Teams.
  • Es werden nicht nur die Fahnen der Teams im Publikum geschwenkt, sondern es hängen auch ganz gute Banner/Fahnen an den Tribünen
  • Kurz vor dem Anpfiiif blickt man mit einer Spider-Cam auf den Anstoßpunkt. Ich finde ein ganz cooler Effekt
  • Die Statistik wird auch während des Spiels angezeigt, allerdings wesentlich angenehmer als länglicher Balken neben der Spielzeit- und Ergebnisanzeige

Meine MINUS-Punkte

  • Man kann keine “Road to Polen/Ukraine” spielen, sondern startet direkt ins Turnier.
  • Weiterhin die “verschachtelten” Einstellungen. Ich finde es beispielsweise viel angenehmer, wie schnell man bei Pro Evolution Soccer eine Auswechslung vornehmen kann.
  • die Farbgebung ist einfach nicht emotionsweckend
  • keine Tormusik
  • Ruckler bei Online-Spielen aber auch bei normalen Spielen

Eine Antwort auf “EAs Fifa EURO 2012 im Test”

Kommentare sind geschlossen.