#3 Die größten Alemannen von Bernd Büttgens

Bernd_Buettgens_die-11-Alemannia

Bernd Büttgens ist als stellvertretender Chefredakteur des Zeitungsverlages in Aachen. Auch wenn die letzte Folge schon etwas her ist: das magische Zweieck auf seinem Blog 7Uhr15.AC war Alemannia pur. Vielleicht dürfen wir uns bald wieder auf neue Episoden freuen? Hier ist erstmal Bernds Elf!

 Tor:

André Lenz – eine Katze auf der Linie – und eine Wahnsinnsfrisur. Gut, Welttorhüter war er nie. Und so richtig groß rausgekommen ist er nicht. Aber ich habe ihn immer gerne spielen gesehen.

 Abwehr:

Jo Montanes – weil er der ewige Jo ist, weil er da war, als ich als kleiner Öcher Jong das erste Mal auf dem Würselener Wall stand. Und weil er die personifizierte Treue zum Verein ist.

Alexander Klitzpera –  weil er so beständig spielte, so zuverlässig, weil er kein Schönspieler, sondern ein Gutspieler war, weil er so viele Schlachten für uns gewonnen hat, und weil er ein intelligenter und angenehmer Zeitgenosse war.

Rolf Kucharski – weil man als Fels in der Brandung auch mal zupacken, durchgreifen und für klare Verhältnisse sorgen muss.

Moses Sichone – weil ich nie einen Innenverteidiger sah, der eleganter auch die schwierigsten Situationen fußballerisch lösen wollte. Auch wenn es manchmal unelegant endete.

 Mittelfeld:

Simon Rolfes – weil ich immer noch davon träume, dass er geblieben wäre, dass wir mit ihm die Bundesliga gehalten und um ihn herum eine großartige Mannschaft gebaut hätten; ein sehr guter Typ obendrein!

Ivo Grlic – weil ich niemals in meinem Leben den 17. März 2004 vergessen werde, die 42. Minute im Halbfinale gegen Jladbach. Als Ivica Grlic uns mit seinem Freistoß nach Berlin schoss und es am nächsten Tag in der Zeitung hieß: “Das Tor des 28-Jährigen dürfte die Alemannia der letzten Geldsorgen entledigen, die allein 2,5 Millionen Euro für das Erreichen des Finales kassiert.”

Hubert Clute-Simon – Ende der 70er Jahre, als die Welt noch schwarz-weiß war. Alemannia in der Zweiten Liga Nord, Kluet! Gibt es einen besseren Namen für einen Öcher Fußballer. Ein großer Spieler übrigens, vier Jahre in Aachen, 52 Liga-Tore – das soll ihm mal einer nachmachen. Und eine richtig schöne Frisur.

 Sturm

Marius Ebbers – den ich hier nur reinschreibe, weil ich ein schlechtes Gewissen habe. Ich habe ihn so oft verflucht und ausgeschimpft, dass er jetzt als kleine Wiedergutmachung hier steht. Sorry, Marius!

Heinz-Josef “Bübbes” Kehr – was für ein Mittelstürmer! Was habe ich geweint, als er 1977 ging, wie habe ich gejubelt, als er 1978 von Tennis Borussia zurückkam. Im Garten war ich entweder Norbert Nigbur (wenn ich im Tor stand) oder Bübbes (wenn ich davor stand).

Erik Meijer – ja, er gehört in diese Elf. Weil er den Biss, den Wahnsinn, den Grell, den Willen und den Ehrgeiz hatte. Und ein klasse Fußballer war, der uns alle mitriss!

Trainer

Peter Hyballa – nie hat mich ein Trainer besser unterhalten. Mit seinem Irrsinn und seiner Leidenschaft für den Fußball. Oft habe ich überlegt, was wohl hätte besser laufen müssen, damals, als noch so vieles möglich gewesen wäre. Dass er in Aachen scheiterte, war schade. Er war nicht schuldlos daran.

Alemannia 11 Bernd Büttgens

weitere Artikel :

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.