#Curator52

Morgen geht es los – für eine Woche #Curator bei “WirlebenAC“. Spannend wird es. Mehr dazu hier – und natürlich ab morgen 12:00 Uhr dann via Twitter und Co.

Bei dem Gutten Wetter hatte ich nun also endlich mal die Gelegenheit der Mission “Entdecke deinen Ort” nachzugehen. Bei einer tollen Panoramafahrt den Main hinauf und hinunter, sowie einem Ausflug auf den Maintower, habe ich Euch mal ein paar erste Eindrücke im Bild festgehalten.

Das Orakel hat gesprochen

20130214-112409.jpgAlemannia Aachen ist genauso pleite – und genauso geil! – wie Griechenland. Ein guter Grund dem berühmtesten Orakel der Welt einen Besuch abzustatten und nach der Zukunft des Traditionsvereins aus Deutschland nachzufragen. Doch wo finde ich das Orakel in Delphi? Und was wird es wohl sagen? Ein Bericht aus Delphi (Griechenland)

Insolvenz abgewendet – Sterben auf Raten

Es war schon sehr verwunderlich, dass Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Meino Heyen auf dem Tivoli davon sprach „man werde Alles lückenlos aufdecken“ und „personelle Konsequenzen ziehen“. In einer späteren Pressemitteilung schlug er in dieselbe Kerbe. Was er und der restliche Aufsichtsrat allerdings den Fans im Stadion nicht sagte, wurde kurz drauf -noch während des Spiels (!) – über Radio verkündet: Es wäre Geld da und die Insolvenz vorerst abgewendet.

Die momentane Situation – und das gilt es herauszustellen – ist jedoch nicht aussichtslos. Es liegt neues Geld auf dem Tisch. Ob dies reicht, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen. Fakt ist, dass wir es nicht alleine stemmen können. Wir werden viele Beteiligte mit ins Boot nehmen. In den kommenden Tagen werden wir nun intensiv an einer Lösung arbeiten, damit die Gesamtsituation am Ende des Tages noch gut ausgehen wird. (Dr. Meino Heyen, Präsident und Vorsitzender des Aufsichtsrates Alemannia Aachen, nach dem Spiel am 27.10.2012 gegen Wehen Wiesbaden)

Von Dr. Heyen kam kein Wort zur Lage und das die Alemannia über den Berg sei. Zumindest haben mir mehrere Quellen heute bestätigt, dass Geld zusammengetragen wurde und die Insolvenz der Alemannia Aachen GmbH damit vorerst abgewendet ist.

Ob es sich um Spenden oder Darlehen handelt, ob Zinsen zu zahlen sind oder andere Verpflichtungen anfallen, kann nur spekuliert werden. Das REWE den Stadionnamen gekauft hat gilt ebenfalls als „Ente“ und wird wohl bald dementiert werden. Daher ist einfach festhalten: Geld da, Insolvenz noch nicht nächste Woche.

Damit wären wir beim Kern der Entwicklung: Wir Alemannen haben nun etwas mehr Zeit bekommen den Turn- und Sportverein Alemannia Aachen 1900 e.V. mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu retten. Dies muss oberes Ziel sein!

Unter der Präsidentschaft von Dr. Alfred Nachtsheim und Dr. Meino Heyen ist nämlich genau das passiert, was nicht hätte passieren dürfen: Das der Verein bei einer Insolvenz der GmbH ebenfalls Pleite ist.

Dr. Heyen ließ sich nach dem Spiel nicht bei den Fans blicken, die sich vor dem Haupteingang versammelt hatten. Die Polizei wurde in voller Ausrüstung zwischen Business Club und Fans positioniert. Aufgrund einiger Vermummter und gegen die Polizei aggressiven Fans drohte es sogar kurzfristig zu eskalieren. Schade, dass echte Fans nicht ihr Gesicht zeigen wollen und gewaltfrei Forderungen aussprechen können.

Foto: Manfred

Da Stadionsprecher Robert Moonen und kurz Darauf Vizepräsident Helmut Kutsch zu den Fans kamen beruhigte sich die Lage glücklicherweise schnell. Viele Fans zogen dann auch schnell wieder ab (wie auch die Polizei), da Moonen und Kutsch vor allem um Geduld und Zeit baten. Es gehe weiter und es sei nicht das letzte Spiel gewesen. Handfeste Aussagen gabe es aber auch vor den Stadiontoren nicht.

In dem anschließenden Gespräch mit Herrn Kutsch gab ich ihm zu verstehen, dass Aufsichtsrat und Präsidium keinerlei Vertrauen mehr genießen würden und man dringend an der mehr als katastrophalen Außendarstellung arbeiten müsse. Außerdem dürfe Kraemers Rauswurf nicht die letzte und einzige Personalentscheidung gewesen sein. Es geht jetzt weiter um Alles und das geht auch nur mit den Fans. Man erwarte jetzt eine aussagekräftige und schlüssige Erklärung der Alemannia, die auch nicht allzu lange auf sich warten lassen sollte.

Robert Moonen und Helmut Kutsch reden mit den Fans der Alemannia

Foto: Manfred

Ich bin mir seiner Aussagen nicht sicher. Immerhin hatte Herr Kutsch den Mut sich den Fans zu stellen. Sein Engagement und sein Herz für die Alemannia ist unbestritten, aber auch er hat die Alemannia (sowohl GmbH als auch e.V. ) mit in diese Situation kommen lassen.

Die aktuelle Lage wurde mit dem neuen Geld nicht gebessert, sie wurde lediglich aufgeschoben. Wir sterben weiter auf Raten….

Fotohinweis / Bildnachweis: Fotos C by Manfred http://www.flickr.com/photos/herreausa/sets/72157631865311796/with/8128128389/

Augen zu und Tivoli

Viele Fans der Alemannia werden sich noch genau erinnern, wie sie das Tor von Stephan Blank gegen die Bayern am 4. Februar 2004 auf dem Tivoli erlebten. Jeder weiß von seinen besonderen Momenten zu erzählen. Jeder hat seine ganz persönlichen Erinnerungen. Auf 360pixel.de hat man nun die Möglichkeit, diese aufleben zu lassen – in 360 Grad. Weiterlesen

Os Oche

Foto: Privatarchiv Dr. Paul Naefe

Wer von Euch weiß eigentlich, wie es vor 20 Jahren in Aachen am Elisenbrunnen aussah? Wo der alte Bushof gewesen ist? Gab es damals auch schon die Bäume entlang der Theaterstraße? Wer nicht gerade ein echter Fan historischer Bildbände ist, bekommt alte Aachener Ansichten nur selten zu Gesicht. Jeden Monat ein nettes Bild gibt es im Jahreskalender der Aachener Bank. Obwohl es immer nur ein paar Motive sind, freut man sich dann doch jeden Monat, das nächste Bild aufzublättern.

Nur sind die Kalender limitiert und schnell vergriffen. Auch sind es nicht nur Fotos, sondern auch Ansichtskarten aus Aachen und Umgebung. Da empfiehlt sich seit September die Seite Aachener-Stadtgeschichte.de. Eine wunderbare Seite hat Jörg Mühlenberg da in Betrieb genommen.

So manches Bild wäre absolut nicht für einen hochwertigen Kalender geeignet, aber es ist einfach faszinierend, zu sehen, wie Aachen vor nach dem Krieg aussah und was daraus geworden ist. Aber nicht nur Bilder, wie Beispielsweise vom alten Verwaltungsgebäude am Katschhof, stellt Mühlenberg vor, auch ein Stadtplan vor dem Krieg ist mit einer Erklärung versehen, genauso wie jedes Bild mit einer Info versehen ist. Auch mal die ein oder andere Rätselfrage wird von ihm gestellt.

Einfach eine herrliche Seite, um Aachen – ja fast schon neu – kennenzulernen. Ich würde mich in diesem Zusammenhang noch als jungen Öcher bezeichnen, aber ich sage mal, dass auf der immer weiter wachsenden Seite jeder die Zeit vergisst. Hier könnte sich der Opa mal mit dem Enkel an den Laptop setzen und gemeinsam Oche neu erkunden.  Und wann geht so etwas nicht besser als Zwischen den Jahren ?

Nen juten Rutsch wünsche ich und viel Spaß beim schmökern auf aachen-stadtgeschichte.de!