ene Öcher Schäng (im hessischen Exil)

Runde Drei – Alemannia ist dabei

“Der TSV ist wieder da! Der TSV ist wieeeeeder da! Der TSV ist wieder da!” skandierten ca. 24.757 Fans der Alemannia gestern Abend. Coach Peter Hyballa hatte nicht zu viel verspochen: Seine auf den Rasen geschickte Elf war von Minute 1 bis 90 die überlegenere Mannschaft und gewann am Ende verdient mit 2:1 auf dem heimischen Tivoli. Auer und Höger erzielten die Tore – Szalai konnte zwar verkürzen – und schossen die Alemannia in Runde 3.

Pokalabende können in Aachen schon mal was besonderes sein.  So schickte man unter anderem schon zwei mal die Bayern nach Hause, Werder Bremen im Elfmeterschießen und Borussia Mönchengladbach versuchte sich ebenfalls hier vergebens. Gestern Abend war der aktuelle Tabellenführer FSV Mainz 05 zu Gast – mit Ex-Alemanne Lewis Holtby. Nur dass eben Dieser bis auf einen Pass auf Ivanschitz nichts auf die Kette bekam. Im Gegenteil: In der 25. Minute verliert der kleine Wirbelwind den Ball an Uludag, dieser setzt Arslan in Szene. Tempospiel der Öcher und der Türke sieht unseren Paprikastürmer Stieber auf links mitlaufen. Es kommt der Pass auf Benny Auer – den Ex-Mainzer – und der drückt die Kugel zum 1:0 über die Linie vor der Südkurve. Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Toooooooooooooor für die Alemannia! Ein ganzes Stadion flippt aus. Die Stimmung auf den Rängen wurde immer besser.

Aachen erspielte sich durch Leidenschaft, Mut und Siegswillen weitere tolle Chancen. Bis zur 60. Minute hätten Auer, Stieber oder Uludag je einen Treffer machen können – wen nicht gar müssen. Ejal wa! Weisse warum? Höger hat nach einer missglückten Kopfballabwehr von Karhan den Ball aus guten 22 Metern links in den Winkel. Unhaltbar für Wetklo – und alle so: Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Tor für die Alemannia! Leckens am Moka! Was ein Traumtor von Höger! Hätte der gute Stahl von der TUS aus Koblenz nicht ein Ding aus 61 Metern gemacht, wäre Höger sicherlich der Topfavorit auf das Tor des Monats.

Risse, der in der Halbzeitpause für den blassen Holtby kam, setzte in der 68. Minute Szalai – ebenfalls eingewechselt – in Szene. Mustergültige Flanke auf den Erpel und es stand 2:1. Es folgten gute Konter der Alemannia, bei denen Gueye und Junglas das 3:1 respektive 4:1 machen konnten.

Der Abpfiff war der Startschuss für stehende Ovationen. Junglas, Arslan und Höger stürmten an die Eckfahne und hatten sich einen besonderen Jubel ausgedacht: Sie coverten die Mainzer Boygroup und vollführten ihre Art des Bandjubels mit Luftgitarre, Luftgeige und der Eckfahne als Mikrofon.  Nichts Anderes hatte sich diese Truppe verdient. Jeder hat sich den Arsch aufgerissen, jeder hatte ein unglaubliches Laufpensum, fantastische Pass- und Zweikampfwerte und nicht zuletzt: Wille, Herz und Leidenschaft. Danke Erik! Danke Eric! Danke Peter! Nicht umsonst und vollkommen zu Recht wurden van der Luer und Hyballa nach der Mannschaft gesondert vor die Kurve gefordert und durften sich ihre verdienten Ovationen abholen.

Mein Spieler des Tages ist übrigens Zoltan Stieber. Er war rechts wie links und fast an jeder Offensivaktion der Schwarz-Gelben beteiligt  und bereitete das 1:0 vor. Ich hoffe meine zwei Kartengewinner hatten so viel Spaß beim Spiel wie ich. Und weil es so geil war findet Ihr hier den Soundtrack zum gestrigen Spiel beim Bernd Büttgens und die Zusammenfassung vom ZDF gibt’s hier.

Die Kartengewinner und der “Weiterverschenker Paul.

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