Der Nobel-Kunde

Ich habe es geschafft! Ich bin ein richtiger Nobel-Kunde. Kaufen kann ich mir dafür nix, aber die Geste des Friedrichsdorfer Wäschereibetriebs ist wirklich nobel. Ich bin also auch als Kunde im beschaulichen Hessen angekommen.

Seit gut sechs Monaten bin ich nun hier und fühle mich (abgesehen von einer gewissen Portion Heimweh) ganz wohl. Allerdings gibt es da eine Sache, die ich so überhaupt nicht leiden kann und bisher auch ganz gut umgangen habe: Bügeln. Im Grunde geht sowas – sofern geübt – ja schnell von der Hand. Ab und an mal zwei Jeans, ein paar T-Shirts und so weiter. Aber die Hemden zu bügeln geht halt gar nicht! Irgendwann siegt dann doch das Ego. Wofür gibt es denn die Wäschereien? Nur für die Mafia um Geld zu waschen sicherlich nicht.

Da ich mindestens fünf Hemden pro Woche trage, kommt da schon ein kleiner Wäscheberg zusammen. Hallo! Mann wäscht nicht jeden Tag…

Notgedrungen – oder wohl eher freudestrahlend – habe ich die ein oder andere Reinigung getestet und bin bei der Nobel-Reinigung gelandet. Nobel , weil sie so heißt und nicht weil sie teuer oder exklusiv ist. 1,70 € zahle ich da für ein gewaschenes und vor allem handgebügeltes Hemd. Das Geld ist es mir aber mal sowas von wert. Dies hat wohl auch der weißhaarige Chinese festgestellt, dem die Reinigung gehört und hat mich heute in den Adelsstand seiner Klientel erhoben. Mir wurde feierlich ein nagelneuer Kleidersack geschenkt. So richtig schick und praktisch.

Ja gut, so ein Sack kostet nix aber die Geste zählt. Ich fühl mich gerade richtig nobel!

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